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Verdi groß und außenhandel tarifvertrag nrw

Author seo.harry@hotmail.com    Category Uncategorized     Tags

Amossé und Forth (2016) haben kürzlich die Dichotomie "Exit-Voice" anhand vergleichbarer Establishment-Umfragen für Frankreich (REPONSE) und Großbritannien (WERS) getestet. Sie bewerten, ob Großbritannien ein "Austrittsland" und Frankreich ein "Stimme" ist, angesichts ihrer jeweiligen historischen Unterschiede im Grad der Regulierung und des Einflusses der Gewerkschaften (während die Gewerkschaftsdichte in Frankreich niedriger ist, sind Gewerkschaftsvertreter auf der Ebene der Arbeitsplätze viel häufiger). Sie testen auch, ob die Anwesenheit eines Gewerkschaftsvertreters am Arbeitsplatz oder Die Modalitäten für die direkte Stimme die Beendigung verringern und zu einer Zunahme kollektiver Streitigkeiten beitragen. Die Unterschiede zwischen den OECD-Ländern in der Arbeitgeberorganisationsdichte spiegeln zum Teil diejenigen in der Gewerkschaftsdichte wider, wenn auch nicht perfekt (die Korrelation zwischen Gewerkschaftsdichte und Arbeitgeberorganisationsdichte beträgt 0,55; siehe Anhang 4.A1): In Österreich, Finnland, Schweden oder Belgien weisen sowohl Gewerkschafts- als auch Arbeitgeberorganisationen hohe Raten auf, während in mittel- und osteuropäischen Ländern, Korea oder der Türkei beide Mitgliedschaftsquoten niedrig sind. Auf der Grundlage der Zahl der erfassten Arbeitnehmer verbindet Dänemark jedoch eine der höchsten Gewerkschaftsdichten unter den OECD-Ländern mit einer durchschnittlichen Arbeitgeberorganisationsdichte; und Frankreich hat eine hohe Arbeitgeberorganisationsdichte zusammen mit einer der niedrigsten Gewerkschaftsdichten unter den OECD-Ländern. Die Dauer von Tarifverträgen, ihre Gültigkeit über den Kündigungstermin hinaus (die so genannte "Ultra-Aktivität") oder vor ihrem Inkrafttreten bei Verzögerungen (die so genannte "Retroaktivität") beeinflussen auch die zuvor erwähnte Verhandlungsabdeckung. In einigen OECD-Ländern laufen Tarifverträge erst aus, wenn sie durch neue ersetzt werden. Dies gewährleistet die Kontinuität des Systems und verhindert Lücken bei Ablauf von Tarifverträgen. In Ländern, in denen das Gesetz großen oder insgesamt spielraumden Tarifverhandlungen lässt (z. B. in Ländern ohne gesetzlichen Mindestlohn), würde ein Auslaufen ohne Ersatz- oder Ultraaktivitätseffekte die Arbeitnehmer völlig unentdeckt lassen.

Es ist klar, dass eine lange und sogar unbefristete Laufzeit von Vereinbarungen die Verhandlungsmacht der Arbeitnehmer stärkt, indem sie sie abdeckt, selbst wenn die Arbeitgeber nicht bereit sind, neue Bedingungen auszuhandeln, und letztlich zur Erhöhung der Stabilität und des sozialen Friedens beiträgt. Andererseits kann eine unbefristete oder lange Laufzeit von Vereinbarungen es den Arbeitgebern erschweren, die Bedingungen des Abkommens in Krisen- oder Deflationszeiten neu auszuhandeln, was sich potenziell negativ auf die Beschäftigung auswirken könnte.

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